Was kostet MetaTrader-User der Einsatz beim Handel?

Die Aussage „was nichts kostet, ist auch nichts“ mag in vielen Lebensbereichen durchaus berechtigt sein. Händler von Devisenpaaren und Differenzkontrakten aber, die Gebrauch von der Trading-Software MetaTrader – also der Plattform MetaTrader 4 oder des Nachfolgers MetaTrader 5 – machen, werden diese Redewendung in den allermeisten Fällen eher nicht verwenden. Denn die Software zeichnet sich durch ausgesprochen gute Funktionen und nicht zuletzt zahlreiche Extras aus, die im direkten Vergleich auch viele gebührenpflichtige Programme ähnlicher Art nicht zu bieten haben. Zahlreiche CFD- und Forex-Broker empfehlen die Software nicht ohne Grund als sinnvollen Standard beim Trading.

Dabei können Händler den MetaTrader ohne Broker-Angebote ebenso gut nutzen. Wichtig ist, dass die Software-Versionen vom jeweiligen Broker überhaupt für den Handel zugelassen werden.

Software kann Gewinne absichern und Verluste positiv beeinflussen

Eine gewisse Einschränkung hinsichtlich dessen, dass die Frage „was kostet MetaTrader“ meist die Antwort „nichts“ erhält, muss indes ins Feld geführt werden. Denn auch wenn bei zahlreichen Dienstleistern alles vom MetaTrader Demokonto bis zum Echtgeldhandel kostenlos offeriert wird, bedeutet dies unterm Strich nicht, dass je nach Vorlieben und Interessen im Einzelfall Kosten entstehen können. Dies kann zum Beispiel immer dann der Fall sein, wenn Trader MetaTrader 5 Indikatoren installieren, die nicht vom Entwicklerunternehmen oder dem eigenen Broker stammen. Viele Quellen im WWW werben mit einer mehr oder wenigen üppigen Gewinnmaximierung oder Senkung der Handelsrisiken, wenn Händler auf ihre Produkte und Entwicklungen vertrauen. Es sei dahin gestellt, ob diese Versprechen einer genauen Analyse standhalten.

Auch Datenübermittlung kann Anbietern Geld bringen

Zumal ich als Nutzer in spe abwägen muss, was ein MetaTrader-Extra kostet, sofern ich nicht einzig und allein wirkliche Gebühren als „Ausgabe“ bewerte. Dabei geht es darum, dass beim Download vielfach persönliche Daten abgefragt werden oder Kunden Anbietern das Verfolgen der zugrunde liegenden Trading-Strategie und der Handelsentscheidungen erlauben. Ist dies der Fall, kann etwa bei unseriösen Anbietern unter anderem auch ein Verkauf der Kundendaten Umsätze generieren. Oder die jeweiligen Entwickler profitieren von den Daten, indem sie diese selbst beim Handel umsetzen. Von Bedeutung ist also grundsätzlich, dass vor einem MetaTrader Download – an welcher Stelle im Internet auch immer – stets geprüft wird, ob und in welcher Form Kosten entstehen können.

Zudem gilt es natürlich zu klären, ob kostenpflichtige Extras in der aktuellen Situation wirklich benötigt werden oder ob die Software in der Form, wie sie zur Verfügung steht, möglicherweise vollkommen ausreicht, um die derzeitigen Handelsziele zu erreichen. Einmal mehr ist eine MetaTrader Demo ein guter Weg, um den Bedarf zu definieren und den Spielraum zu testen, der ohnehin schon beim MetaTrader 4 oder MT5 geboten wird.